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Wettbewerbe & Auszeichnungen

Allgemeinnach oben

In den Jugendfeuerwehren werden Wettbewerbe durchgeführt, die bundesweit ausgeschrieben sind. Diese Wettbewerbe gliedern sich in A-Teil, welcher nach Vorschrift der FwDV 3 (Feuerwehrdienstvorschrift) erstellt wurde und einem B-Teil. Besonders der B-Teil, welcher ein Staffellauf über 400m mit Hindernissen ist, erfordert Geschick und Schnelligkeit. Im Altkreis Waldeck wird alternativ zum B-Teil ein Fragebogen durchgeführt. Dieser Fragebogen beinhaltet Fragen zur Feuerwehrtechnik, Feuerwehrorganisation und Feuerwehrdienstvorschriften.

FwDV3-Übung (A-Teil)nach oben

FwDV3Der A-Teil wird, wie in der FwDV3 vorgeschrieben, durch eine Gruppe (9 Personen), die aus einem Gruppenführer, Maschinisten, Melder, Angriffstrupp, Wassertrupp und einem Schlauchtrupp besteht, durchgeführt. Ziel ist es, die Wasserversorgung über eine Tragkraftspritze bis zum Verteiler herzurichten, um dann dieses Wasser auf 3 Rohre zu verteilen. Die Wasserentnahme erfolgt entweder aus einem Unterflurhydranten oder aus einem offenen Gewässer. Für beide Übungen gibt es eine Zeitvorgabe, in der die Jugendlichen die Aufgaben erfüllt haben müssen.
Das Wasser wird bei der Wasserentnahme aus einem Unterflurhydranten mit Hilfe eines Standrohres entnommen. Dementsprechend wird das Wasser bei einem offenen Gewässer mit Saugschläuchen und einem Saugkorb gewonnen. Beim Löschangriff müssen zunächst alle (außer Maschinist) über einen 1,50m breiten Wassergraben springen.

GRUPPENFÜHRER:
Der GRUPPENFÜHRER gibt den Trupps die Befehle und überwacht die Übung.

MASCHINIST:
Der MASCHINIST stellt beim offenen Gewässer den Saugkorb, Feuerwehrleinen und Kupplungsschlüssel dem Wassertrupp und dem Schlauchtrupp bereit. Außerdem bedient er die Tragkraftspritze.

MELDER:
Der MELDER bedient in der Übung den Verteiler.

ANGRIFFSTRUPP:
Der ANGRIFFSTRUPP verlegt nach Anweisung des Gruppenführers das 1. Rohr, welches links am Verteiler angeschlossen wird. Außerdem muss dieser noch eine 2m hohe Leiterwand überwinden. Nach Befehl des Gruppenführers legt er Knoten und Stiche an.

WASSERTRUPP:
Der WASSERTRUPP ist zunächst für die Wasserversorgung zuständig. Er setzt bei der "Wasserentnahmestelle Unterflurhydrant" das Standrohr und stellt die Wasserversorgung bis zum Verteiler her. Bei der "Wasserentnahme aus offenen Gewässer" kuppelt er die Saugleitung vom Saugkorb zur TS. Bei der Vornahme des 2.Rohres (rechts) muss der Wassertrupp eine Hürde überwinden. Wie auch der Angriffstrupp, muss er nach Behfel des Gruppenführers Knoten und Stiche anlegen.

SCHLAUCHTRUPP:
Der SCHLAUCHTRUPP unterstützt den Wassertrupp bei der Wasserentnahme aus einem offenen Gewässer beim Kuppeln der Saugleitung. Des Weiteren verlegt dieser die 2. Leitung vom Wassertrupp zum Verteiler und anschließend seine eigene Leitung, das 3.Rohr. Dabei muss dieser durch einen 6m langen Kriechtunnel durchqueren.

Nachdem alle 3 Leitungen verlegt wurden, wird die Wasserversorgung durch den Maschinisten an der TS und durch dem Melder am Verteiler unterbrochen. Ist dies erfolgt, muss der Angriffstrupp und der Wassertrupp Knoten und Stiche an einem Knotengestell anbringen. Dabei ist besonders auf die Knotenzeit zu achten, denn diese wird von der Gesamtpunktzahl abgezogen. Am Ende der Übung erfolgt eine Besprechung am Knotengestell, an dem die Wertungsrichter begannene Fehler bekannt geben. Außerdem wird jeder Trupp nach Verhalten bewertet. Dabei wird die Note 1 für gut, 3 für befriedigend und 5 für mangelhaft verwendet. Der Durchschnitt dieser Noten wird ebenfalls von der Gesamtpunktzahl abgezogen.

Staffellauf (B-Teil) nach oben

FwDV3 Der B-Teil ist grob beschrieben ein Staffellauf mit Hindernissen. Wie auch beim A-Teil bilden insgesamt 9 Jugendliche eine Mannschaft. Im Idealfall wird der Wettbewerb auf einer normalen Aschenbahn ausgetragen.
Die Läufer 1,2 und 5 müssen jeweils 50m laufen. Läufer 3 muss einen ausgerollten C-Schlauch (15m) einfach wickeln. Läufer 4 muss ein Laufbrett überqueren, wobei jeder Fuß mindestens 1 mal das Brett berührt haben muss. Der nächste Läufer (Nr. 5) muss sich Koppel, Helm und Handschuh anziehen und anschließend das Staffelholz an Läufer 6 übergeben. Dieser läuft zu Läufer 7. Der wiederrum muss zusammen mit Läufer 8 zunächst einen Schlauch mit einem Strahlrohr zusammen kuppeln. Anschließend muss Läufer 8 das Strahlrohr mit einem doppelten Ankerstich und einem Halbschlag sichern. Läufer 9 muss einen Leinenbeutel, indem sich eine 30m lange Leine befindet, aus 8m Entfernung zwischen zwei Ständer, die 1,20m auseinander stehen, treffen.
Die Zeitvorgabe, in der die Übung durchgeführt werden muss, richtet sich nach dem Durchschnittsalter. Die Zeit, die die Mannschaft unter der vorgegebenen Zeit bleibt, wird gut geschrieben, wenn eine Mannschaft zu lange braucht, wird die Zeit von der Gesamtpunktzahl abgezogen. Ebenfalls wird wie beim A-Teil das Verhalten jedes Einzelnen bewertet.

Leistungsspange nach oben

FwDV3 Die Leistungsspange ist die höchste Auszeichnung in der Jugendfeuerwehr. Dementsprechend werden die Übungen sehr streng bewertet. Um an ihr teilnehmen zu können, ist sehr viel Übung erforderlich. Jede Übung wird mit 4 Punkten bewertet. Insgesamt muss eine Mannschaft 10 Punkte erreichen, wobei der Durchschnitt der Eindrücke an den jeweiligen Stationen dazu gerechnet wird. Wenn eine Übung nicht erfolgreich abgeschlossen wurde, kann diese am selben Tag wiederholt werden. Wenn auch der Wiederholversuch misslingt, muss die Übung in einem anderen Landkreis oder im darauf folgenden Jahr wiederholt werden. In Waldeck-Frankenberg findet die Leistungsspange grundsätzlich in Bad Arolsen im Stadion statt. Zu den Übungen gehören:

1. THEORETISCHE TEIL
In dem theoretischen Teil werden die Jugendlichen über Feuerwehrtechnik und Allgemeinbildung befragt. Beim Feuerwehrwissen wird oft auf das Fahrzeug eingegangen, welches die Wehr besitzt. Dabei werden einzelne Bestandteile nach Funktion und Spezifikation abgefragt. Beim Allgemeinwissen müssen die Jugendlichen Fragen zu aktuellen Ereignissen aus Politik und Wirtschaft beantworten.

2. KUGELSTOßEN
Beim Kugelstoßen wird die geworfene Weite aller Jugendlichen zusammengezählt. Die Mädchen müssen mit einer 4kg Kugel werfen, die Jungen dementsprechend mit einer 5kg Kugel. Je nachdem wie weit eine Mannschaft geworfen hat, wird die Punktzahl ermittelt.

3. SCHNELLIGKEITSÜBUNG
Die Schnelligkeitsübung besteht darin, dass die Jugendlichen C-Schläuche hintereinander auswerfen und diese hintereinander kuppeln müssen. Dabei ist darauf zu achten, dass in den Schläuchen keine Umdrehungen sind. Die Zeit ist auch hierbei der Maßstab für die Punktzahl.

4. FwDV 3 - ÜBUNG
Die FwDV 3-Übung entspricht im Prinzip dem A-Teil, nur ohne Hindernisse. Dabei wird insbesonders darauf geachtet, ob die Jugendlichen den in der FwDV 3 beschrieben Ablauf verstanden haben.

5. STAFFELLAUF
Der Staffellauf bereitet den Jugendlichen meistens die größten Probleme. Dabei müssen die 9 Jugendlichen eine Strecke von insgesamt 1500m laufen. Diese Strecke kann auf die Jugendlichen beliebig aufgeteilt werden.

 
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